Bei der Meeresgöttin und den Chens

Eine ordentliche Ladung neuer Fotos ist online! Kaum hatte ich mich beschwert, hat das Internet gleich einen Zahn zugelegt.

Gestern haben wir eine kleine Odyssee auf uns genommen und sind nach Nansha gefahren, um den Tianhou-Palast zu besuchen. Das hat sich wirklich gelohnt, der ist ein echtes Highlight hier in Guangzhou. Er liegt direkt an der Mündung des Perlflusses am Berg und ist richtig schön – schaut euch die Bilder an.

Heute haben wir einen langen und ebenfalls sehr feinen Tag in der Stadt verbracht. Als erstes haben wir die Chen Clan Academy besucht, die mit ihren aufwändig verzierten Dächern etwas ganz besonderes ist. Sowas habe ich noch nie gesehen. leider sind die Dächer so weit oben (und meine Brille langsam nicht mehr stark genug), sodass ich längst nicht alle der tollen, bunten Details sehen konnte, aber immerhin konnte ich teetrinkende Leute und verschiedene Tiere erkennen. wirklich ganz wunderbar. Anschließend waren wir im Mausoleum des Nanyue Königs, eines der größten Han-Gräber, die gefunden wurden. Das war auch interessant – man hat z.B. das Totengewand des Königs sehen können, das komplett aus Jadeplättchen und Seidenfäden besteht. Die alten Chinesen glaubten ja, dass die Jade die toten Körper konservieren kann (man braucht einen intakten Körper, um in den Himmel zu kommen, bzw. unsterblich zu werden) – leider hat das nicht so gut funktioniert, denn vom guten König ist so gut wie nichts übrig geblieben, obwohl er mit wirklich sehr viel Jade beerdigt wurde. Aber das weiß er ja nicht.

Am Abend waren wir noch in einer großartigen Einkaufsgegend voller Lärm, Leute und Leben. Hier hat Muki auch folgende Bekanntschaft gemacht:

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 Kleiner Nachtrag und Exkurs: Falls euch die Durian oder Stinkfrucht was sagt – dieses höllische Gewächs wird momentan an jeder Ecke angeboten und erfüllt die Luft mit seinem gräßlichen Gestank. Wir haben gestern etwas dazu recherchiert und herausgefunden, dass vor allem in Singapur und Thailand sehr gerne und viel davon gegessen wird und es daher auch in den U-Bahnen und Hotels Durianverbote gibt, um die Mitmenschen zu schonen. Wer sich an das Durianverbot im Hotel nicht hält, muss das Zimmer noch eine Woche länger bezahlen als gebucht wurde! Angeblich soll diese fiese Frucht nach Walnuss und Vanille mit zwiebeligem Abgang schmecken… wir schaffen es nicht, das nachzuprüfen.

2 Gedanken zu „Bei der Meeresgöttin und den Chens

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