Thank you for choosing Air China

Seit etwa sieben Stunden sind wir in Hongkong. Die Reise war lang; hat fast 24 Stunden gedauert. Erst mit dem Zug nach Frankfurt, dann neun Stunden und >8000 km nach Beijing – und dann noch weitere 2200 km in 3,5 Stunden nach Hongkong. Der Anflug war trotz diesigen Wetters sehr eindrucksvoll: kurz vor dem Wassern beginnt doch noch die Landebahn und man kommt trocken und unversehrt an.
Vom Flughafen ganz im Westen der auf verschiedene Inseln verteilten Stadt haben wir den Doppeldeckerbus A21 nach Kowloon genommen und so gleich eine Stadtrundfahrt gemacht. Unser Hostel ist in den berühmt-berüchtigten Chungking Mansions, in denen Wong Kar-wai seinen Chungking Express gedreht hat. Die Atmosphäre ist tatsächlich sehr international – besonders Inder und Südostasiaten sowie Afrikaner sieht man viele. Das Apple Hostel z.B. wird seit 17 Jahren von einer äußerst netten und fürsorglichen Dame von den Philippinen und ihrer Tochter geführt. Die Gäste? Sind hauptsächlich Deutsche, sagt sie.
Wir wohnen auf Kowloon am südlichen Ende der unglaublich langen Nathan Road, einer riesigen Einkaufsstraße. Da wir von der Reise ziemlich erschlagen waren, haben wir heute nur einen Spaziergang durchs Viertel (Tsim Sha Tsui) gemacht, in einer kleinen Küche was kleines gegessen und literweise Wasser und grünen Eistee gekauft, weil das total gechlorte Leitungswasser auch abgekocht ungenießbar ist. Das Klima ist richtig angenehm; wunderbar warm, ein bisschen schwül, großartig. Es gibt Palmenalleen und Hibiskusbüsche an den Straßen.
Als passionierter Schnüffler habe ich natürlich auch gleich den angenehmen Duft von Mottenpulver in der Luft wahrgenommen. Aber auch die Luft in Beijing beim Umsteigen war herrlich: eiskalt und voller Kohle. Vielleicht nicht gesundheitsfördernd – dafür aber voller Erinnerungen.

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